Die Residenz in Salzburg

Dieser mittelalterliche Bischofssitz erhielt Ende des 16. Jahrhunderts seine heutige Form und präsentiert sich jetzt als prächtige Frühbarockanlage. Zu besichtigen sind die Prunkräume der Salzburger Fürsterzbischöfe - sowie die Residenzgalerie mit ihrer Sammlung europäischer Maler des 16. - 19. Jahrhunderts. Die Salzburger Residenz mit rund 180 Räume und drei großen Innenhöfen ist seit Jahrhunderten eine Stätte der fürstlichen Repräsentation und hat von dieser Funktion nichts eingebüßt. Auch die letzten Jahrzehnte haben gekrönte Häupter, Staatschefs und bedeutende Persönlichkeiten gesehen. Kaiser Franz Josef und seine Gattin Elisabeth empfingen 1867 den Kaiser Napoleon III. und dessen Gattin Eugénie zu einem mehrtägigen Staatsbesuch. Mozart hat hier 1767 sein Singspiel "Die Schuldigkeit des ersten Gebots" uraufgeführt.
Heute ist die Residenz für repräsentative Empfänge, Tagungen und internationale Kongresse vorgesehen. Einige Teile des fürsterzbischöflichen Palastes gehören heute zur Salzburger Paris-Lodron-Universität. Im Norden befindet sich der sogenannte Toskana-Trakt, Sitz der juridischen Fakultät der Universität Salzburg. Bei den Renovierungsarbeiten des Toskana-Traktes wurden wertvolle Bauteile freigelegt und bedeutende archäologische Funde gemacht, die Wissenschaftlern wertvolle Erkenntnisse über das mittelalterliche Salzburg geben. Gegenüber der Residenz befindet sich das sogenannte Residenz-Neugebäude.