Das Schloss Mirabell und der Mirabellgarten in Salzburg
Das Schloss wurde 1606 für die Salzburger Bürgerstochter Salome Alt, die "Lebensgefährtin" des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau erbaut. Besonders sehenswert ist die Engelsstiege, die zum "schönsten Trauungssaal" Mitteleuropas führt. Dieser Marmorsaal, ehemaliger Festsaal des Fürsterzbischofs, in dem schon Vater Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl musiziert haben, dient unter anderem als repräsentativer Rahmen für Tagungen, Ehrungen und stimmungsvolle Konzerte. Heute ist das Schloss der Sitz des Bürgermeisters.
Der berühmte Mirabellgarten wurde unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach um 1690 umgestaltet und um 1730 von Franz Anton Danreiter wesentlich verändert.
Der Zwerglgarten stammt aus der Zeit des Erzbischofs Franz Anton Fürst Harrach, der, südwestlich des Schlosses, ein Zwergentheater mit 28 Zwergen aufstellen ließ. Über den Schöpfer der "mysteriösen Figuren" aus Untersberger Marmor ist leider nichts bekannt. Auf fast allen europäischen Fürstenhöfen wurden in der Barockzeit bedauernswerte, verwachsene Menschen zur Belustigung gehalten, die jedoch - ob ihrer Treue und Loyalität - hoch geschätzt und gut behandelt wurden. Der Garten wurde übrigens als einer der Drehorte für "Sound of Music" weltberühmt.
Führungen