Der Mirabellgarten in Salzburg

Direkt im Herzen der Stadt Salzburg befindet sich etwa 200 m vom Ufer des Flusses Salzach entfernt das Schloss Mirabell, das 1606 von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine große Liebe in Auftrag gegeben wurde. Heute ist das Schloss nach einem großen Umbau eher schlicht gestaltet, erinnert mit seinen Fensterumrah-mungen, Kapitellen und seinem Stuckwerk dennoch an den Glanz des Barockzeitalters.

Im weltberühmten Marmorsaal, in welchem schon die Familie Mozart musizierte, finden dieser Tage neben Trauungen auch Tagungen, Ehrungen und Konzerte statt. Das Schloss Mirabell wird an drei Seiten von einem großen Park eingerahmt: dem Mirabellgarten, der seit 1854 für die Öffentlichkeit zugänglich ist und seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eine besondere Attraktion der Stadt Salzburg gilt.

Der Mirabellgarten ist in mehrere Teile untergliedert:

Südlich an das Schloss Mirabell schließt sich ein durch 17 prachtvolle Marmorvasen eingegrenzter Rosengarten an. In den Nachkriegsjahren war dieser aus der Not heraus zu einem Gemüsegarten umfunktioniert worden, doch seit 1955 besitzt er mit seinen Zierrosenbeeten wieder seine ursprüngliche Form.

Weiter zum Süden des Mirabellgartens hin erstreckt sich das von Marmorbalustraden eingerahmte Große Gartenparterre, in dessen Zentrum sich der Pegasusbrunnen befindet. Bis das geflügelte Pferd auf diesem Brunnenbecken aufgestellt wurde, musste die Bronzeskulptur in der Geschichte mehrmals zu einem neuen Standort reisen. Der Brunnen wird von 4 Figurenpaaren eingekreist, die zum einen die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft symbolisieren und zum anderen Szenen der griechischen Mythologie darstellen: man sieht jeweils einen Menschen, der einen anderen trägt, um diesen zu rauben, zu retten, zu besiegen oder zu entführen.

Östlich des Großen Gartenparterres entstand im Mirabellgarten Salzburg um 1725 die Orangerie mit dem Palmenhaus. Im Barock zog man Orangenbäumchen, da sie für fürstliche Tugend standen.

Auf der anderen Seite des Großen Gartenparterres liegt der Bastionsgarten, der auch die Wasserbastei genannt wird. Dieser Teil des Mirabellgartens diente im Dreißigjährigen Krieg als Vorbastei für die Vitalisbastei und wurde erst 1730 barock umgestaltet, wobei er einen Springbrunnen mit verzierter Umrandung erhielt.

Der Zwergerlgarten wurde als weiterer Bereich des Mirabellgartens von einst 28 Zwergen aus Untersberger Marmor bewohnt. Die Anfertigung dieser Zwerge 1715 hatte einen Hintergrund: Im Barock war es an Fürstenhöfen Gang und Gebe, zur Belustigung bedauernswerte Menschen zu halten. Während der Aufklärung betrachtete man die Figuren allerdings als anstößig und versteigerte sie 1811. Erst nach über hundert Jahren findet man 15 verbliebene, mittlerweile restaurierte Zwerge im Bastionsgarten des Schlosses Mirabell in Salzburg wieder. Den früheren Zwergerlgarten, der mit einem großen und vier kleineren Springbrunnen sowie vielen Zierbeeten geschmückt war, ließ allerdings der letzte Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo in einen englischen Garten umwandeln. Nun sind dort ein Kinderspielplatz und ein Veranstaltungspavillon untergebracht.

Das Heckentheater, das ebenfalls einen Bereich des Mirabellgartens Salzburg darstellt, gehört zu den ältesten Naturtheatern nördlich der Alpen. Früher wurden an diesem Ort Ballette, Pantomimen oder kleine Opern aufgeführt, doch heute ist dies durch die schlechte Akustik und den Umgebungslärm kaum mehr möglich. Derzeit werden Versuche gestartet, den Ort mithilfe einfacher akustischer Maßnahmen für Sänger oder Streicherensemble wieder bespielbar zu machen und somit wieder ein Stück Kultur an diesen historischen Ort zurückzuholen.

Jedes Jahr lockt das Schloss Mirabell in Salzburg mit seinem Mirabellgarten nicht grundlos sehr viele Touristen an: Man fühlt sich in der elegant gestalteten Anlage mit ihren symmetrisch angeordneten Blumenanlagen wie in die zauberhafte Zeit des Barock zurückversetzt. Dieser Ort ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Führungen

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VERANSTALTUNGEN Salzburg im 2. Weltkrieg

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